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Bautechnische Einblicke


Hier sehen Sie ein paar technische Zeichnungen die uns freundlicherweise vom Ingenieurbüro Geudner & Partner GbR zur Verfügung gestellt wurden.


Lageplan (125kB)
(Lageplan)

Ansicht (41kB)
Perspektivische Ansicht (26kB)
Querschnitt (8kB)
(Seitenansicht)
(Perspektive)
(Querschnitt)
Baukosten

Gesamtbaukosten:  2.659.100 EUR
- davon Förderung der EU nach INTERREG IIIA: 997.125 EUR
- Förderung des Landes Sachsen für den polnischen Anteil: 1.329.600 EUR
- Eigenanteil der Stadt Görlitz: 332.375 EUR
Baubeginn

28. April 2003
Bauzeit

18 Monate
Beteiligte Firmen

Entwurfs- und Ausführungsplanung:
Bürogemeinschaft Ing.-Büro Grassl, München;
Architekturbüro Schultz-Brauns & Reinhart, München

Bauüberwachung, örtliche Begleitung, SiGe-Koordination:
Bürogemeinschaft Ing.-Büro Geudner & Partner, Görlitz;
Ing.-Büro Schmidt & Schindler, Görlitz

Bauausführung Los1 (Massivbau):
Alpine Bau Deutschland GmbH, Niedercunnersdorf

Bauausführung Los2 (Stahlbau):
Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH

Altstadtbrücke Görlitz - technische Daten, statisches System und Hauptabmessungen

Überbauten - Das statische System ist ein Bogen mit aufgeständerter Fahrbahn, der gesamte Überbau wird aus Stahl gefertigt.

- Stützweite: 79,984 m
- Bogenstich 4,58 m = 1/17 der Stützweite
- Breite zw. den Geländern (Nutzbreite):
- Fahrbahn: 4,75 m

Gehwege variabel:
- in Brückenmitte: 2 x 1,875 m
- an den Widerlagern: 2 x 2,625 m

Gesamtbreite:
- in Brückenmitte: 8,50 m
- an den Widerlagern: 10,00 m

Bauhöhe:
- in Brückenmitte: 1,085 m
- an den Widerlagern: 5,065 m
- kleinste lichte Höhe: ca. 1,60 m über HQ 100 im Scheitel

- Brückenklasse: 30 nach DIN 1072
- Brückenfläche: 743 m²


Unterbauten
Das Widerlager Görlitz (= WL West) wird als Flachgründung in dem oberflächennahen Fels gegründet. Der Horizontalschub des Bogentragwerkes wird durch Fundamentverzahnungen in den Fels eingetragen.

Beim Widerlager Zgorzelec (= WL Ost) ist eine Gründung auf Großbohrpfählen * 120 cm erforderlich. Die 4:1 geneigten Pfähle mit einer Länge von ca. 13,0 m greifen in die dicht gelagerte Kies-Sand-Schicht ein.

Die Stützmauern am Westufer werden z.T. aus Platzgründen auf 1-reihig angeordneten Pfählen gegründet. Wo es die Platzverhältnisse (keine Versorgungs-Leitungen, Bäume) erlauben, sind Stützwände mit Flachgründung gewählt.

Am Ostufer sind zur Gründung der Ufermauern Stahlspundwände vorgesehen.

Altstadtbrücke Görlitz - Montagetechnologie

1. Hilfsjoche und Verschubbahn
Die Pfähle der Hilfsjoche werden von einem Ponton aus eingebracht.
Die Montage der Hilfsstützen erfolgt mittels Autokran, der ebenfalls auf dem Ponton positioniert wird.

Die Verschubbahn wird wie folgt montiert:
- Montage von Verschublagern auf den Hilfsjochen und auf der Widerlagerbank Zgorzelec
- Auslegen von Verschubträger am Widerlager Zgorzelec und Teilverschub mittels Litzenhubsystem von ca. 10 m,
- Anbau von weiteren 10 oder 20 m Verschubträger vor dem Widerlager Zgorzelec und weiterer Teilverschub bis das Widerlager Görlitz erreicht ist.

2. Vorfertigung und Liefergrößen
Die Fahrbahn inklusive der Gehwege ist einmal längs und dreimal quer geteilt. Die Segmente haben folgende maximalen Abmessungen: Länge ca. 21 m, Breite ca. 5,50 m, Höhe ca. 3,5 m Die Bogensegmente werden einzeln geliefert.

3. Vormontage- und Zusammenbauflächen
Der Zusammenbau der aus der Werkstatt gelieferten Segmente erfolgt im Bereich des Widerlagers Zgorzelec.

4. Zusammenbau und Montage
Für den Zusammenbau, die Montage und den Einschub ist folgende Verfahrensweise vorgesehen:

- Auflegen zusammengehörender Montageteile der Fahrbahnplatte mittels Autokran vom Widerlager Zgorzelec aus auf die Verschubbahn, Ausrichten der Bauteile und Schweißen des Längsstoßes,
- Verschub dieser Montageeinheit mittels Litzenhubsystem,
- Auflegen der nächsten zusammengehörenden Montageteile, Ausrichten und Schweißen des Längsstoßes. Zusätzlich wird der Querstoß zwischen den Montagesegmenten geschweißt. Diese Vorgänge werden wiederholt, bis alle Segmente der Fahrbahnplatte montiert sind und das Widerlager Görlitz erreicht ist.
- Montage der Bögen von beiden Widerlagern aus.
- Einbau der Lager und Einlagern des Überbaus

Während des Zusammenbaus der Brücke werden ständig Kontrollmessungen zur Geometrie des Bauwerks durchgeführt.

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